GFL 2003

2003 Gruppe Nord

Platz Team Punkte Score Heim Auswärts
1. Braunschweig Lions 20:4 462:202 14:36 13:60
2. Hamburg Blue Devils 19:5 315:181 7:28 0:17
3. Berlin Adler 16:8 300:211 16:16 0:26
4. Dresden Monarchs 12:12 269:296 14:54 8:10
5. Cologne Crocodiles 3:21 114:342
4. Essen Assindia Cardinales 2:22 146:326 18:13 6:27

Interconference Spiele:
Franken Knights 12:27 6:28

 

  • Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten zeigte sich dieses Jahr, wer ein echtes Krokodil ist. Jeder der 2003 zum Team und zum Verein gestanden hat, kann auf seine Arbeit stolz sein. Der sportliche Klassenerhalt ist ein Erfolg, den nur die wenigsten den Crocodiles zugetraut hätten. Vor der Saison wurden die Kölner als Absteiger gehandelt und viele tuschelten, die Crocodiles würden gar nicht in die Saison starten oder während der Saison aussteigen müssen. Doch hier zeigte sich wer kämpfen kann!
  • Ein besonderes Highlight der Saison war sicher das Heimspiel gegen die Berlin Adler. Vor 1.800 Zuschauern lieferten die Crocos wohl ihre stärkste Saisonleistung. Die Adler wurden als Meisterschaftsfavorit gehandelt und hatten so den Sieg bei den Kölnern schon fest eingeplant. Doch die Stars der Berliner waren im ganzen Spiel nicht in der Lage sich entscheidend abzusetzen. Köln trat als geschlossenes Team auf und wehrte sich mit allen Mitteln. Nur wenige Sekunden vor Schluss führten die Berliner noch mit 13:16, als der Kicker der Crocodiles, Patrick Wolff, zu einem Gewaltschuss aus gut 40 Metern ansetzte und den Kölnern den hochverdienten Ausgleich zum 16:16 bescherte. Wie unglaublich wichtig dieser nicht für möglich gehaltene Punkt noch im Kampf um den Klassenerhalt werden sollte, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner im Team und unter den Fans.Passend zu diesem hochkarätigem Spiel war die bekannte Kölner Pop Gruppe „Brings“ zu Gast im Stadion und gab nach dem Spiel für die begeisterten Zuschauer ein Konzert im Sportpark Höhenberg mit ihren größten Hits, nachdem zuvor die seit dieser Saison die Crocodiles unterstützende Band „Fairytale“ den Fans bereits mächtig eingeheizt hatte. Fairytale war es auch, die während der Saison 2003 mit der Crocodiles-Hymne den Ohrwurm für alle footballbegeisterten zusammen mit dem Coach, dem Team sowie dem Fanclub, erschuf.
  • Einen Krimi, wie ihn nur die Crocodiles bieten können, sollte das letzte und entscheidende Spiel in der Saison werden. Am letzten Spieltag trafen die Kölner mit bis dahin nur einem einzigen Punkt auf die Assindia Cardinals, die auch erst lediglich zwei Punkte auf dem Konto hatten. Im Hinspiel schlugen die Essener die Krokodile noch deutlich mit 27:6. Der Sieger dieser letzten Partie stand so gut wie fest als Tabellen 5., da lediglich noch ein Spiel der Essener gegen die Adler fehlte, die für die Cardinals als eine Nummer zu groß eingeschätzt werden durften. Damit stand ein echter Abstiegskrimi an, bei dem das nervenstärkere Team gewinnen sollte.Doch bereits vor dem Kick Off schien die Partie zugunsten der Essener entschieden zu sein. Die Crocodiles mussten für die wirtschaftliche Misere Tribut zahlen und konnten nicht mehr die erforderlichen Finanzmittel aufbringen, um das letzte Spiel im Sportpark Höhenberg zu absolvieren. Enttäuscht gab der Vorstand 3 Tage vor dem Spiel eine Pressemitteilung heraus, nach der das Team sich aus der Bundesliga zurückziehen und gar nicht mehr antreten sollte. Doch nach Veröffentlichung dieser Presseerklärung aber noch rechtzeitig bevor der Verein das Spiel offiziell beim AFVD und gegenüber den Essenern absagte, schwappte plötzlich eine Welle der Hilfsbereitschaft über die Kölner herein. So wurde u.a. auch spontan seitens des rheinischen Nachbarn aus der „verbotenen Stadt“, den Düsseldorf Panther, sofort deren Unterstützung zugesagt. Alle lokalen Medien berichteten ausführlich über das Aus der Cologne Crocodiles. Quasi über Nacht wurde alles Erforderliche mit dem AFVD abgeklärt, die Essener neu eingeladen und der 2. Vorsitzende und Spieler der Bundesligamannschaft in Personalunion Niko Chatziamanetoglu klärte alles erforderliche mit der Stadt Troisdorf und dem seinerzeitigen 3. Ligaverein und ehemaligen Ligakonkurrenten in den 80er und 90er Jahren in der Bundesliga Troisdorf Jets ab, um das Spiel doch noch und zwar im Stadion der Jets auszutragen. So kam es, dass am Spieltag die Crocodiles ihr Heimspiel im Aggerstadion in Troisdorf bestritten. Trotz fehlender Vorbereitung wurde das Spiel ein wunderbares Event vor 700 Zuschauern, die ein packendes Spiel sehen sollten.Die Essener waren offensichtlich überrascht von dem Kampf- und Teamgeist der Kölner und waren über 4 Quarter unterlegen. Individuelle Fehler und einige wenige Big Plays verhalfen den Essenern immer wieder zu Punkten, so dass das Spiel am Ende doch noch spannend wurde. Letztlich retteten sich die Kölner, nachdem kurz vor Schluss die Essener durch einen 80 Meter Pass Touchdown wieder auf 18:13 herankamen, aber beim Onside Kick Versuch scheiterten, der in den Armen des an diesem Tag wiederum überragenden Verteidigungsspieler Derrell Daniels landete und so den Sieg unter Dach und Fach brachte. An sich sollte kein Spieler hervorgehoben werden, da an diesem Tag allein das Team, Mann für Mann, nach einer nervenaufreibenden Saison geschlossen auf dem Feld stand und verdient den sicheren 5. Tabellenplatz erreichte. Krokodile kämpfen eben immer bis zum Schluss!
  • Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten der Vermarktungs GmbH übernahm der Verein für die Saison 2003 wieder das Ruder in Eigenregie. Dadurch entstanden natürlich erhebliche Mehrbelastungen für die ehrenamtlichen Helfer und nicht zuletzt auch für den neuen Präsidenten, Herrn Dr. Carl Müller-Platz, der die große Verantwortung für den Verein und die GFL-Mannschaft übernahm. Dr. Carl Müller-Platz half seit längerem ehrenamtlich bei der Jugend mit und führte nun den gesamten Verein an. Zum Football kam er durch seinen Sohn, der bis zur vorherigen Saison in der Jugend spielte und 2003 den großen Sprung in die Bundesligamannschaft geschafft hat. Herr Dr. Müller-Platz übernahm nach dem plötzlichen Wegfall des Vermarkters den Verein in seiner wohl bis zu diesem Zeitpunkt schwierigsten Phase in der Vereinsgeschichte. Sowohl wirtschaftlich, als auch sportlich musste in diesem Jahr ein völliger Neuanfang bewältigt werden, wie es zuvor in der Geschichte der Crocodiles noch nie der Fall war. Zudem musste sich der Vorstand und der Verein in diesem Jahr besonders mit den erheblichen Schulden beschäftigen, die Mitte der 90er Jahre bis zum Jahr 2000 verursacht wurden. Die Vermeidung einer finanziellen Katastrophe war 2003 die wichtigste und zugleich schwierigste Aufgabe, die dem Verein je gestellt wurde.
  • Neuer Head Coach wurde Gary Spielbuehler. Er stand als Footballprofi zwei Jahre für die Denver Broncos auf dem Feld. Gary Spielbuehler war bereits 1999 als Defense Coordinator in den Reihen der Kölner. Die Jahre dazwischen trainierte der Coach ein Zweitligateam im Osten Deutschlands. Von Anfang an beeindruckte der Coach nicht nur durch seine Trainertätigkeit, sondern auch dadurch, dass er in erheblichem Umfang auch sonstige Aufgaben im und um den Verein wahrnahm, die eigentlich nicht zu seinen eigentlichen Aufgabengebieten gehören.
  • Neben der mehr oder weniger regelmäßig ausgetragenen Europameisterschaft (EM) gibt es seit 1999 auch ein Weltmeisterschaftsturnier. Die erste Weltmeisterschaft (WM) wurde 1999 in Palermo in Italien ausgetragen. Die Deutsche Nationalmannschaft hat an diesem Turnier nicht teilgenommen. Damals konnte Japan Mexiko im Finale am 4. Juli 1999 mit 6:0 besiegen. Bei der 2. WM in Deutschland war auch die Deutsche Nationalmannschaft als Gastgeber mit dabei. Natürlich standen im Aufgebot auch wieder die besten Akteure der Krokodile. Die beiden Wide Receiver Christian Boti Bramer und Christopher Liess gingen für Deutschland auf Punktejagd. Christian Boti Bramer begann in der 2. Mannschaft der Crocodiles und gehörte viele Jahre zu den wichtigsten Angriffsspielern. Auch der MVP der EM 2001 Dominique Kuhn war mit dabei. Im Spiel um den Dritten Platz konnte Frankreich souverän mit 36:7 geschlagen werden. Japan wurde erneut Weltmeister mit 34:14 gegen Mexiko.

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