1. Bundesliga 1993

1993 Gruppe Nord

Platz Team Punkte Score Heim Auswärts
1. Cologne Crocodiles 26:2 635:185
2. Berlin Adler 25:3 516:195 23:34 33:8
3. Düsseldorf Panther 21:7 439:159 27:13 29:14
4. Hamburg Silvereagles 16:12 302:307 33:19 31:14
5. Berlin Rebels 10:18 281:407 28:14 66:6
6. Solingen Hurricanes 8:20 217:366 83:7 31:13
7. Monheim Sharks 6:22 165:352 52:7 55:0
8. Dortmund Giants 0:28 142:726 76:8 68:28

Viertelfinale:
Noris Rams 66:18

Halbfinale:
Düsseldorf Panther 34:8

German Bowl XV in München:
Munich Cowboys 42:36 n.V.


Norddeutscher Meister 1993

Mit 13 Siegen und nur 1 Niederlage gelang den Kölnern zum zweiten mal der Gewinn der Norddeutschen Meisterschaft. Entscheidend für den Gewinn dieses Titels war zweifelsfrei der Sieg gegen die starken Berliner in der Hauptstadt. Mussten sich die Kölner 1992 noch zweimal in der Saison gegen Berlin geschlagen geben, so konnten die Krokodile die Adler in ihrem eigenen Nest nicht nur besiegen, sondern regelrecht vorführen. Der Sieg der Krokodile gegen Berlin war deren höchste Niederlage seit vielen Jahren.

  • Der Angriff der Kölner machte insgesamt 635 Punkte. Die Schallmauer von 600 konnten nur wenige Teams im Deutschen Football brechen. Für die Kölner war dies bis heute die punktreichste Saison.Der höchste Saisonsieg mit 83:7 diente dabei noch einem guten Zweck. Vor dem Spiel schrieb ein Sponsor der Krokodile eine Geldspende für jeden Punkt zugunsten eines guten Zwecks aus. Es kam so eine ordentliche Summe heraus, mit der viel Gutes bewirkt werden konnte.

    Ebenfalls für einen guten Zweck reisten die Kölner nach Hamburg, um ein Benefiz Spiel gegen die Hamburg Blue Devils auszutragen. Die Blue Devils nahmen zu dieser Zeit an keinem ordentlichen Ligabetrieb teil und veranstalteten lediglich einige Freundschaftsspiele ohne Wert. Obwohl es in diesem Spiel um nichts ging und die Kölner die Sache als gute Vorbereitung auf die Play Offs ansahen, tummelten sich nicht weniger als 10.000 Zuschauer im Hamburger Volksparkstadion.

 

  • In den Play Offs stellten sowohl die Rams, als auch die Panther kein echtes Hindernis dar. Beide Play Off Spiele wurden von den starken Kölnern dominiert und der Gegner hatte nie eine echte Chance das Spiel umzudrehen.Damit war die 4. Endspielteilnahme perfekt. Gegner waren diesmal die Cowboys aus München. Nach der regulären Spielzeit stand es 29:29. Zum ersten mal musste ein German Bowl in die Verlängerung. Die 1. Verlängerung führte dann zu einem Stand von 36:36. Es folgt in dem bis dato wohl spannendsten Endspiel in der deutschen Footballgeschichte die zweite Verlängerung in einem Endspiel, dass keinen Verlierer verdient hatte. Das Glück stand den Munich Cowboys zur Seite, die am Ende einen 42:36 Sieg mit nach Hause nahmen. Immerhin konnten die Krokodile damit ihren 4. Vizemeistertitel verbuchen. Dieses Herzschlagfinale lies aber keinen Verlierer zurück, jeder Spieler beider Mannschaften wusste nach dem Abpfiff dass er den besten Football geboten hat, der in Deutschland 1993 zu sehen war. Die Kölner durften zu Recht stolz auf ihre starke Leistung und ihren Erfolg sein.

    Der Spieler des Tages und damit MVP war Michael Davis, der nicht weniger als 3 Touch Downs gegen München erspielte. Auch Markus Ley und Markus Finke sicherten sich den Eintrag in das Buch der Geschichte des German Bowls mit jeweils einem Touch Down. Erfolgreicher Kicker für Köln war einmal mehr Ralf Kleinmann mit 3 Extrapunkten und einem verwandelten Field Goal.

 

  • Noch erfolgreicher, was ja kaum möglich war, waren 1993 die Jung-Krokodile. In Stuttgart standen die Kölner im Jugendendspiel den Regensburg Royals gegenüber. Sowohl die Offense als auch die Defense war den Regensburgern weit überlegen. So wurden die Crocodiles mit einem 44:6 überdeutlich und hoch verdient Deutscher Jugendmeister 1993. Trainer der Jugend war in diesem Jahr Cevin Conrad, der auch im Bundesligateam als Trainer eine wichtige Rolle spielte.

 

  • Nestor Haddaway, geboren in Trinidad, hatte mit seinem Hit “What is Love” einen weltweiten Durchbruch in der Pop-Branche. Das Lied war in vielen Ländern längere Zeit auf Platz 1 der Charts. Für seinen ersten großen Hit erhielt er 1993 zweimal den deutschen Schallplattenpreis „Echo“ in der Rubrik „beste Single“ und „beste Dance-Single“. Haddaway stieg in kürzester Zeit zu den internationalen Popgrößen auf. Für die Crocodiles ließ die Karriere allerdings keine Zeit mehr. Er gehörte bis 1993 zum Spielerkader des Teams. Mehrere Jahre war Nestor Haddaway eine Stütze der Kölner Verteidigung. Während seiner aktiven Zeit als Spieler war er nebenbei auch mehrere Jahre als Jugendtrainer mit für den Nachwuchs verantwortlich.

    Nestor Haddaway blieb jedoch im Herzen auch als Pop-Star ein echtes Krokodil. Im Heimspiel gegen die Giants gab Nestor Haddaway ein Gastspiel und hatte einen Showauftritt. Dieser Auftritt führte dazu, dass sich in der Ostkampfbahn fast 3.000 Zuschauer auf den Füssen standen und die kleine Kampfbahn fast zum Bersten brachten.

  • Olaf Hampel spielte mehrere Jahre für die Crocodiles. Als erster Deutscher Spieler bekam er einen Vertrag einer NFL Mannschaft aus den USA. Olaf Hampel stand 1993 bei den Denver Broncos unter Vertrag. Daneben war er auch mehrere Jahre in NFL-Europe Teams vertreten.

Mit Unterstützung von:

Cologne CheerdanceCoca-ColaARIZONA – American RestaurantGaffel FassbrauseWvM Immobilien + Projektentwicklung GmbHMetzgerei KremserNew Era1a FootballshopKids in die Clubs

Folge CCrocodiles auf Twitter