1. Bundesliga 1991

1991 Gruppe Nord

Platz Team Punkte Score Heim Auswärts
1. Berlin Adler 26:2 567:116 0:40 35:30
2. Cologne Crocodiles 24:4 515:193
3. Red Barons Cologne 20:8 441:157 27:12 10:19
4. Monheim Sharks 15:13 292:268 20:0 42:12
5. Düsseldorf Panther 14:14 348:201 33:8 27:20
6. Dortmund Giants 8:20 386:495 60:13 45:20
7. Hamburg Silvereagles 5:23 164:393 51:7 19:6
8. Hildesheim Invaders 0:28 54:944 84:0 62:6

Viertelfinale:
Badener Greifs 52:13

Halbfinale:
Monheim Sharks 24:17

German Bowl XIII in Hamburg:
Berlin Adler 21:22

 

  • Die Aufteilung der Bundesliga in vier Spielgruppen wurde endgültig aufgelöst. Seit der Saison 1991 spielt die höchste deutsche Spielklasse in zwei Gruppen, Nord und Süd, aus denen die bestplatzierten in den Play Offs aufeinander treffen.

 

  • In dieser Zeit waren die Berlin Adler das Maß aller Dinge. Sie wurden in den Jahren 1989 bis 1991 dreimal in Folge Deutscher Meister. Doch damit nicht genug: In diesen drei Jahren verloren sie nicht ein einziges Spiel! Nicht ein einziges? Doch! Ein Spiel mussten die „unschlagbaren“ Adler abgeben. Die Cologne Crocodiles schafften es mit einer vorbildlichen Mannschaftsleitung und einem unübertrefflichen Kampfeswillen den Adlern eben diese eine Niederlage beizubringen. Nur die Kölner konnten den Adlern in dieser Zeit die Stirn bieten und diese auch tatsächlich niederringen.Nach dem deutlichen Sieg in Köln glaubten die Berliner sich schon als sicheren Sieger im Rückspiel vor heimischer Kulisse. Die Adler waren sich sogar nicht zu schade bereits vor dem Rückspiel in Berlin Anstecknadeln unter den Spielern und Fans zu verteilen mit der Aufschrift „Adler beat Crocodiles“. Die Adler waren überzeugt, eine andere Möglichkeit, als zu gewinnen gebe es nicht. Doch genau dieses Spiel ging verdient an die Kölner. Die Pins wurden unter den Fans gehandelt, wie ein Ehrenorden. Bleibt dieser doch ein bleibendes Dokument für Überheblichkeit, die dann zum tiefen Fall führte.

 

  • In Düsseldorf sah es bereits nach einem Unentschieden aus, als 3 Sekunden vor Schluss der Partie Michael Roth mit einem gefangenen 40 Meter Pass die Entscheidung zu Gunsten der Kölner herbeiführte.

 

  • Das Heimspiel gegen die Sharks wurde mit 20:0 für Köln gewertet, da die Monheimer nicht antraten. Diese wollten offenbar ihre Kräfte für die Play-Offs schonen, was den Haien gegen Köln im Play Off Spiel allerdings auch nicht weitergeholfen hat. Auch wenn die Monheimer noch nie so nah dran waren ins Endspiel einzuziehen, so mussten sie sich am Ende mal wieder den stärkeren Kölnern geschlagen geben.

 

  • Im Viertelfinale wurden die Greifs überrannt und deutlich geschlagen. Unerwartet knapp fiel dagegen das Spiel gegen die Sharks aus. Noch nie konnten die Monheimer gegen Köln gewinnen. Und auch in diesem Halbfinale mussten die Sharks letztlich als Verlierer den Platz verlassen. Die Kölner hatten nicht ihr bestes Spiel, konnten jedoch mit Kampfkraft und Teamgeist die Endspielteilnahme sichern.Es kam im German-Bowl im Hamburger Volksparkstadion zum Vorjahresduell zwischen Köln und den Berlin Adlern. Mit dem Schlusspfiff kickten sich die Adler, die nach einer bis heute umstrittenen Schiedsrichterentscheidung kurz vor Schluss noch einmal die Siegchance bekamen, durch ein unglaubliches Fieldgoal zum Deutschen Meister und die Krokodile mit diesem Gewaltschuss zur 3. Vizemeisterschaft. Die Adler aus Berlin gewannen glücklich mit 22:21 gegen die Crocodiles. Das endscheidende Field Goal für Berlin fiel erst 3 Sekunden vor Schluss. 3 Sekunden fehlten den Crocos zum Gewinn der ersten Meisterschaft.

    Punktejäger für die Kölner waren Jan Stecker, Michael Davis und Markus Finke mit je einem Touch Down. Gewohnt sicher verwandelte Ralf Kleinmann 3 Extrapunkte.

    Im Angriff war neben Michael Davis der Wide Receiver Gernot „Gerda“ Puhle mit fünf gefangenen Pässen im Endspiel einer der besten Angreifer der Kölner. Auch in diesem Endspiel wurde Michael Davis zum MVP gewählt. Eine Ehre die nur selten einem Spieler der unterlegenen Mannschaft zugute kommt.


    Michael Davis

    Aufgrund der insgesamt sehr guten Leistung über die ganze Saison hinweg, waren die Crocodiles ein würdiger und verdienter Vizemeister. Entgegen einiger negativen Meinungen waren die starken Kölner in der Lage ihren Erfolg vom Vorjahr zu wiederholen, obwohl die Crocodiles diesmal nicht die Überraschungsmannschaft war, sondern die Gegner stets gewarnt waren, sich mit einer der besten Mannschaften zu messen.
    Für Aufsehen sorgte der Spieler Markus Finke in diesem Jahr. Er schaffte einen Touch Down Lauf, wie ihn nur wenige Spieler überhaupt vollbringen. Einen Kick Off des Gegners, der bis in die eigene Endzone geschossen wurde, trug Markus Finke gegen die Red Barons Cologne über 100 Meter zum Touch Down in die gegnerische Endzone. Doch damit nicht genug. Dieses Kunststück wiederholte Markus Finke gegen die Sharks und scorte erneut mit einem Lauf über 100 Meter zum Touch Down. Ein Highlight, welches kaum zu überbieten ist! 2 Touch Downs über 100 Meter in einer Saison zeugen von herausragender Leistung des Running Backs.

 

  • Claus Brüggemann hat eine einmalige Erfolgsbilanz als Head Coach der Bundesligamannschaft vorzuweisen. Nachdem im ersten Saisonspiel 1991 noch David Tenney Head Coach war, übernahm ab dem zweiten Spiel Claus Brüggemann die Führung der Bundesligamannschaft. Kein anderer Trainer war so lange an der Spitze und kein anderer war so beständig erfolgreich. Claus Brüggemann war von 1991 bis 1997 Head Coach. Nicht weniger als dreimal führte er die Crocodiles ins Endspiel. In den weiteren Jahren war das Halbfinale wie selbstverständlich das Minimum. 1990 war er bereits Assistant Coach bei den Crocodiles. Von 1985 bis 1989 stand er als Spieler im Bundesligateam seinen Mann. In dieser Zeit wurde er auch 1987 als Nationalspieler Vizeeuropameister. Zudem fand Claus Brüggemann noch Zeit als Trainer bei der 2. Mannschaft und im Damenteam auszuhelfen. Auch gehörte er zeitweise dem Vorstand des Vereins an. Nur wenige Krokodile machten sich über einen so langen Zeitraum so verdient um die Cologne Crocodiles. Einmal Krokodil – immer Krokodil!

 

  • Nach einer langen Abstinenz kehrten die Kölner nach 1980 erneut in die „alte Heimat“, die Ostkampfbahn neben dem Müngersdorfer Stadion zurück. In der Ostkampfbahn sollten die Crocos ihre Heimspiele bis einschließlich zur Saison 1994 austragen.

 

  • In diesem Jahr startete auch die Profiliga World League, heute NFL Europe, in ihre erste Saison. Der erste Footballspieler der Crocodiles, der den Sprung in den Profikader der Frankfurt Galaxy schaffte, war Olaf Hampel. Diese Leistung findet um so mehr Beachtung, als das in den Anfangsjahren nur sehr wenige, auserwählte Ausnahmeathleten überhaupt eine Chance bekamen, den Sprung in die World League zu schaffen. Olaf Hampel war viele Jahre nicht nur einer der schwersten, sondern auch einer der besten Linespieler der Crocos.

 

  • Seit dieser Saison gibt es auch den u.a. von Detlef „Daddy“ Weckwerth, Hermann Conzen und Snake H. Wolters gegründeten heute noch aktuellen Fan Club der Cologne Crocodiles, der das Team auch heute noch bei jedem Spiel lautstark unterstützt und seit vielen Jahren der „12 Mann“ der Mannschaft ist. Die Crocodiles hatten bereits Anfang der 80er Jahre einen eigenen Fan Club, der schon damals berühmt für seine lautstarke Unterstützung bei allen Punktspielen der Crocodiles war. Die Mitglieder des Fan Clubs wechselten jedoch immer wieder und so kam es mehrfach zu einer kompletten Neugründung des Fan-Clubs.


    Fanclub Logo

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